Bangkok Die Stadt der Engel

Bangkok Weltmetropole der Extreme

Viele Neulinge sind von Bangkok (Thai: กรุงเทพมหานคร, Krung Thep Maha Nakhon) erst einmal überwältigt. So viele Eindrücke auf einmal, die man verarbeiten muss, so chaotisch und doch so faszinierend. Die 1782 ernannte Hauptstadt des Königreichs Thailand rankt nicht grundlos hoch unter den meistbesuchten Städten weltweit und ist mit rund 8 Millionen Einwohnern auf 1500 km² die größte Stadt des Landes.

Raus aus dem Flieger, raus aus dem Flughafen und rein in ein heißes, schwüles Bangkok. Sobald man die Innenstadt erreicht und sich etwas an das tropische Klima gewöhnt hat, trifft man im Herzen der Stadt auf den bekannten chaotischen Verkehr und Straßen voller Menschen. Neue, ungewohnte Gerüche und die beschäftigte Belebtheit Bangkoks sorgen bei vielen deutschen Urlaubern für einen aufregenden Kulturschock.

Viele Hochhäuser, nächtliche Straßenmärkte und dichter Verkehr prägen das Erscheinungsbild. Unzählige Boote fahren auf dem Fluss Chao Praya und die vielen Rikschas, die wegen des typischen Motorgeräusches auch lautmalerisch „Tuk-Tuk“ genannt werden, schlängeln sich durch die Straßen. Von Ordnung und Ruhe weit entfernt ist die Stadt auf den ersten Blick chaotisch, aber – und das gefällt vielen Touristen – sie ist so lebendig, dass man sie fast atmen hören kann. Wer Thailand besucht, sollte sich einen Abstecher nach Bangkok auf jeden Fall gönnen und sich ein paar Tage Zeit mitbringen.

Bangkok zum ersten Mal erleben

Generell empfiehlt sich eine Karte oder Smartphone mit Internet und GPS-Funktion, denn die vielen Straßen und Gassen sehen sich oft so ähnlich, dass man sich leicht verlaufen kann. Am praktischsten ist eine inländische SIM-Karte. Nicht wie andere Städte hat Bangkok keine klar gekennzeichnete Innenstadt, sondern ist in 50 Bezirke aufgeteilt, die wiederum in insgesamt 169 Bezirke (sogenannte Khwaeng) aufgeteilt sind.

Dass sich der ein oder andere Thailand-Urlauber anfangs nicht ins kalte Wasser geworfen fühlt, empfiehlt sich eine City-Tour, bspw. eine Stadtrundfahrt und eine Bootsfahrt durch den Chao Phraya. Dieser mächtige Fluss fließt von Norden kommend durch die gesamte Stadt. Durch seine Verzweigungen und Tunnel kann man sich einen wunderbaren Einblick in Bangkok verschaffen. Mit einem Reiseführer mit Karte im Anschlag hat man schon einen gesunden ersten Eindruck und kann die Stadt daraufhin näher erkunden. Gerne auch bei Nacht, denn besonders dann kann man sich von der Lichterpracht der Gebäude, Tempel und schwimmenden Märkten begeistern lassen.

Die besten Fortbewegungsmittel

In der Innenstadt verliert man auf den Straßen eine Menge Zeit, da de facto oft Stau herrscht. Bei viel Zweiradverkehr ist ein Auto mehr Balast. Am schnellsten kommt man mit der Rikscha/Tuk-Tuk durch die Stadt. Einen wunderbaren Eindruck in das Alltagsleben der Bewohner erhält man bei einer Bootsfahrt mit einem Longtailboot durch die Khlongs, den Kanälen der Stadt. Der Chao Praya, auch Fluss der Könige genannt, spielt eine zentrale Rolle im Leben von Bangkoks Bewohnern. Anlegestellen gibt es viele, daher erreicht man unkompliziert flussnahe Destinationen.

Für den östlichen Teil der Stadt ist auch der öffentliche Nahverkehr empfehlenswert. Das U-Bahn-System MRT und die BTS (auch Sky Train genannt), eine Hochbahn auf Betonstelzen, verbindet alles wichtige miteinander – schnell und günstig.

Mehr Informationen und Tipps zu allen Transportmitteln in Thailand findest du bei den Transportmitteln und -dienstleistungen.

Sehenswürdigkeiten in Bangkok

Der Grand Palace wurde 1782 erbaut und ist mit über 200.000 m² eine prachtvolle Zusammenkunft vieler Tempel und kunstvollen Gebäuden. Neben zahlreichen goldenen Bildnissen und architektonischen Künsten findet sich im Zentrum des Grand Palace der Wat Phra Kaeo (Thai: วัดพระแก้ว, offiziell: Wat Phra Sri Rattana Satsadaram). Wörtlich Tempel des Smaragd-Buddha, beherbert er eine Art Schatzkammer mit dem am meisten verehrten Smaragd-Buddha. 1436 wurde die heute hochverehrte Statue unter einer Gipsschicht entdeckt, die einer Legende nach von einem Blitz in den Chedi getroffen und freigelegt wurde.

Zu den Hauptattraktionen Bangkoks gehört das riesige Tempelgelände des Tempels Wat Pho (Thai: วัดโพธิ์), ein Königlicher Tempel Erster Klasse. Im Zentrum der historischen Altstadt von Bangkok wurde der königlich buddhistische Tempel durch die Landeskönige der Chakri-Dynastie stetig erweitert. 1688 erbaut, zählt er zu den wichtigsten und bekanntesten Tempeln Thailands. Er beherbergt den berühmten ruhenden, mit Echtgold überzogenen Buddha. Mit seinem immensen Ausmaß von 46 Meter Länge und 15 Meter Höhe fällt es schwer, ihn in Gänze zu erfassen. Die teils mit Perlmutt beschmückte Statue soll an den Eintritt Buddhas in das Nirwana erinnern. Der Sockel der großen Buddhafigur zeigt 108 heilbringende Charakteristiken des wahren Buddha. Der Tempel war auch das erste Zentrum für öffentliche Erziehung im Königreich. Heute ist der Wat Pho ein wichtiges Zentrum für die Vermittlung von Kenntnissen in traditioneller Thai Massage und deren Anwendung.

Der Wat Arun (Thai: วัด อรุณ, wörtlich: Tempel der Morgenröte), einer der bekanntesten Tempel, ist begehbar. Es ist der bis ins kleinste Detail reichenden Tempelkunst zu verdanken, dass dieses Bauwerk so faszinierend erscheint. Der gesamte Komplex ist mit einem Mosaik aus buntem chinesischem Porzellan und Muscheln überzogen. Bis zu einer Millionen Teile verleihen der Oberfläche ein schönes Blumenmuster.

Beliebte und besondere Ausgehtipps

Shopping-Center in Bangkok

Bangkok hat sich zu einer typischen Großmetropole emanzipiert. Das asiatische Markttreiben und das moderne Warenangebot liegen dicht beieinander. In Chit Lom liegen nicht weit auseinander die CentralWorld, das Siam Center und das MBK Center. Sie alle bieten dem Publikum eine ganz eigene Warenpalette. Im CentralWorld und dem Siam Center liegt der Fokus auf Edelmarken, während das MBK Center vor allem für Technikfreaks von Interesse ist. Mehr als 100.000 Besucher strömen täglich in das Gebäude. Auf acht Stockwerken buhlen 2000 Shops, Restaurants und Serviceläden um die Gunst der Kunden.

Restaurants und Bars mit Blick auf die Stadt

Sky Bar im Lebua

Mit 250 m hoch über der Stadt, ist die bunt beleuchtete Dachterasse der Sky Bar, eine der höchsten Bars der Welt. Längere Tage und Erkundungszüge lassen sich hier im 64. Stock des lebua at State Tower bei einem wunderbaren Ausblick auf ganz Bangkok angenehm ausklingen. Nicht unbedingt im Anzug, doch mit etwas schickerem Dresscode genießt man hier bei kühlen Getränken in angenehmer Atmosphäre die friedlich funkelnden Lichter der Metropole.

Baiyoke Tower 2

Eines der bekanntesten Highlights in Bangkok ist der Baiyoke Tower 2. Mit über 300 Metern Höhe ist er das höchste Gebäude Thailands. Über die sich drehende, beleuchtete und auch für Kinder gesicherte Aussichtsplattform hat man einen wundervoll weiten Blick über ganz Bangkok, den man besonders abends gemütlich genießen kann. In der 83. Etage unter der Aussichtsplattform befindet sich das Baiyoke Sky Hotel Restaurant. In über 300 Metern luftiger Höhe kann man sich hier für ca. 20,00 – 25,00 € (exkl. Getränke) bei einem vielfältigen Buffet verwöhnen lassen. Geboten wird thailändische sowie internationale Küche, in servierfertigen Portionen oder von Köchen frisch zubereitet. Im Sortiment sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein – verschiedenes Fleisch, Fisch, frisches Gemüse, Eis, Kuchen, Süßigkeiten uvm. Mit Restaurant-Ticket hat man kostenlosen Zugang zur Sky-Bar. In gemütlicher Atmosphäre findet man hier zwischen auch nichtalkoholischen Getränken allerlei Cocktails und Drinks.

Bangkok
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